| Gewitter vom 14.06.2007: |
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| Gemütlich im Garten sitzend, das frische kühle Weissbier geniesend, wolten meine Familie und ich den doch so drückend, schwülen Frühsommertag in dieser ruhigen Stunde ausklingen lassen. Den trillernden Abendgesang der Amsel lauschend, bemerkte ich doch, dass sich Lucky unsere Hauskatze aufeinmal sehr merkwürdig benahm. Da schlug sie plötzlich Haken, das Schnurren ging über in fürchterliches Fauchen und der Buckel krümmte sich wie der einer alten knorrigen Hexe. Als ich einen kräftigen Schluck aus dem Weissbieglass nahm, den Nacken nach hinten gebeugt, fiel mein Blick unweigerlich über Nachbars Dachfassade gen Himmel. Das kühle Gebräu fasst im Halse sich Richtung Mundöffnung ergießend, stockte mir der Atem vor Schreck, sofort wurde mir das ausergewöhnliche Verhalten des Hauskaters klar. Eine mächtig tiefschwarze bedrohliche Gewitterfront raste mit unbeschreiblicher Schnelligkeit immer näher auf uns zu kommend über die Dächer hinweg. Eine solche rollende Wolkenwalze hatte ich bis Dato noch nicht zu Gesichte bekommen. Mit aller Gewallt und ohne von irgendwas sich aufhalten zu lassen, schob diese Dunkle mit Regen prall gefüllte Masse den Vorhang zu.
Wie von einer Tarantel
gestochen spurteten wir ins sichere Haus, wo wir mit Windeseile alle Fenster
und sonstige Öffnungen schlossen und verriegelten. Lautes
Grollen lies jetzt den Boden unter unseren Füssen erzittern und eine gewisse Unruhe machte sich breit. Die Stecker noch schnell von allen wichtigen Geräten gezogen, löschten wir das Licht und kauerten uns dicht zusammen auf das Sofa. Da wurde das Wohnzimmer auch schon von gleißenden Blitzen hell erleuchtet und das Rumpeln des Donners folgte schlagartig danach. Ein, zwei und noch einer, ohne Pausen blitzte und krachte es ununterbrochen Schlag auf Schlag. Vorsichtig verließ ich aber doch die traute Dreisamkeit und wollte dem bombastischen Naturschauspiel doch etwas Näher kommen. Die Kamera im Anschlag wagte ich mich mit vorsichtigen Schritten auf unseren Ostbalkon. Bowahhh..... wie gelähmt hing ich zwischem Tür und Angel, halb erblindet von dem Blitz der gerade eben sich vor meinen Augen entlud und sich in meine Netzhaut brannte.
Noch ganz benommen setzte ich aber mein
Vorhaben vort. Wie aus Frankensteins Horrorszenario zucketen, gefolgt von
mächtigen Donnerschlägen, Blitz um Blitz.
Ohne nur im geringsten sich dagen wehren zu können, nahm das Himmelsfeuerwerk seinen Lauf. Dicke aufgeblasene Regentropfen fielen nun begleitet von schweren Windböen auf den ausgedörrten Boden. Wie ein Schwamm saugte die trockene Erde das herabfallende kühle Nass in sich auf und alles roch auf einmal nach dieser angenehmen Frische. Wie von Geisterhand geschoben, zog das Gepoltere auch schell weiter. In der Ferne konnte man noch die letzten Zucker am Horiziont erblicken bis sich schließlich die angespannte Lage beruhigte und alles wieder seinen gewohnten Lauf nahm.
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